Christkönig – Ein Fest zum Schluss…

Christkönigssonntag – Was ist das?

Das Christkönigsfest feiert die katholische Kirche am letzten Sonntag des Kirchenjahres. Es ist ein relativ „junges Kirchenfest“, das zum ersten Mal im Jahre 1925, anlässlich des 1600 Jahr-Jubiläum des Konzils von Nizäa gefeiert wurde.

Was feiert man?

Es wird daran gedacht, dass Christus am Ende der Zeit als König wiederkommen wird  und daran, dass die Kirche auf dem Weg dorthin ist. Ebenso ist dieses Gedenkfest ein Fingerzeig auf das Konzil von Nizäa, in dem die Gottheit Jesu Christi definiert wurde und von dem wir auch heute noch überzeugt sind. Deshalb beten wir auch im „Nicäno-Konstantinopolitanum“, also dem damals formulierten Glaubensbekenntnis, das nach wie vor gültig ist (und auch in den Gottesdiensten gebetet wird): „Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater;“.

Ein paar Bemerkungen:

Jesus wurde schon einmal eine Krone aufgesetzt und er wurde als „König der Juden“ verspottet. Diese, aus der Passionsgeschichte von Matthäus entnommene Stelle lautet: „Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden!“ (Mt 27,29)

Somit ist das Christkönigsfest in zweierlei Hinsicht ein „Gedenktag“. Zum einen eben, dass Christus (als König) wiederkommen wird, und zum andern dass er für uns, als König verkleidet und mit einer Dornenkrone gekrönt gelitten hat. Jesus Christus beansprucht die Königsherrschaft (sogar vor Pilatus Lk 23,3), betont aber, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei. Die Hoffnung auf dieses Königreich, das Reich Gottes, führt uns über das Kirchenjahr hinaus… – in eine neue Adventszeit (von lat. adventus = „Ankunft“).

(Bildnachweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ottonische_K%C3%B6nigskrone.jpg)