Bildbetrachtung – (2 von 4)

Zusammenhalten, Loslassen (Bild oben rechts)

Nicht immer ist es einfach, den Geist Christi in der christlichen Gemeinschaft zu erkennen, wahrzunehmen. Nicht immer ist der Zusammenhalt gleich stark. Vielleicht aufgrund einer unnötigen Streitigkeit, einem „sich anschweigen“, oder was auch immer uns voneinander zu trennen scheint, oder tatsächlich trennt. Denken wir an Folgendes:„Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm. (1 Kor 12,26)“ – Dies ist nicht irgendein schönes Sätzchen, sondern beinhaltet tiefe Wahrheit. Denn, wenn ich leide, leiden andere mit mir, oder wegen mir. Leid ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern hat eine tiefe soziale Dimension!

Daher sind wir auch immer wieder zur Versöhnung, zur Vergebung und zum Zusammenhalten unter den Christen, aber auch mit Gott aufgerufen. „Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! (Kol 3,13)“

Dann aber müssen wir loslassen können, den Zusammenhalt wirklich wollen. Dies funktioniert aber nicht immer, meistens nicht, weil wir es aus eigenem Tun und Können veranlassen wollen. Jesus Christus hat uns aber einen wichtigen Beistand geschenkt, den Heiligen Geist, der dies alles vermag. Jesus selbst will, dass wir mit unseren Sorgen, Nöten und vielem mehr zu ihm kommen. Dies verheisst er uns im Matthäus-Evangelium: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht. (Mt 11,28-30)“

So wünsche ich allen eine Versöhnungsreiche Fastenzeit und ein Loslassen (auch abgeben von Sorgen) von unseren Sorgen und Nöten, aber auch ein Loslassen von uns selbst.

Eine gnadenreiche Fastenzeit.