Veronika

Die heilige Veronika (Gedenktag am 4. Februar), keine Figur des klassischen Bibelkanons, sondern eine Gestalt aus dem Nikodemusevangelium. Nichts desto trotz, kann uns die Veronika in die Nähe Jesu bringen.

Kennst du den Spruch oder das Gefühl, „sich wie ein trockener Schwamm zu fühlen“? Es gibt Zeiten, wo wir uns ausgelaugt fühlen, aber gleichzeitig nach frischem Wasser lechzen. (vgl. Ps 42) Wer sich aber so ausgetrocknet fühlt, dem fehlt meistens die Kraft, nach diesem belebenden Wasser zu suchen. Sich leblos fühlen, aber gleichzeitig ganz offen sein für das, was uns beleben will. Wir brauchen immer wieder dieses Wasser das uns belebt.

Und vielleicht können wir uns im Schweisstuch, das Veronika Jesu hingibt, auch uns selbst erkennen. Veronika bietet ihre Hilfe nicht nur Jesus an. Nein, sie hält vielleicht auch uns in den Händen und streckt uns als trockenes Tuch Jesus entgegen, weil wir es selbst vielleicht nicht schaffen würden. So wird das Bild von Jesus, der ja die Quelle des lebendigen Wassers ist, in uns eingeprägt. Christus belebt uns und prägt unser Dasein, so, dass wir ihm ähnlicher werden. So, dass jedes von uns für andere zum Bildnis Jesu wird. Als Christen sind wir aufgerufen, diesem Bild Christi immer ähnlicher zu werden. Sein lebendiges Wasser wird in uns zur sprudelnden Quelle für andere werden. (vgl. Joh 4,13-14)

So wollen wir immer wieder bitten: Heilige Veronika, nimm uns in deine Hände, wenn wir nicht mehr können. Streck uns Jesus entgegen, damit er sein Bild in uns einprägen kann.